|
Wußten Sie, daß sich
Rosenduft und -aroma in vielen köstlichen Gerichten einfangen läßt?
Schon in der Antike wurden Rosen in allen ihren Teilen in der
Volksmedizin verwendet. Heute erinnert man sich wieder ihrer stärkenden
und harmonisierenden Wirkung ihrer ätherischen Öle und des hohen
Vitamingehalts ihrer Hagebutten. Wer also mit Rosen kocht, tut sich und
seiner Familie nicht nur für den Gaumen, sondern auch für die Gesundheit
Gutes.
Sie können die Hagebutten der Hundsrose (Rosa canina) verwenden,
leichter verarbeiten lassen sich aber die die weichen und
dickfleischigen Hagebutten der Kartoffelrose (Rosa rugosa).Viel Freude
bereitet auch das Kochen mit den duftenden (!) Rosenblüten. Am besten
geeignet sind die Konditorrose (nicht umsonst der Name!) - Rosa gallica
'Conditorum', aber auch andere Gallica-Rosen, sowie Damaszener-Rosen,
Centifolien und Moosrosen. Es ist ja wichtig, daß die Rose nicht nur
duftet, sondern auch ihre Aroma "abgibt". Manchen schmeckt der gelbe
Blütenboden der Rosen zu bitter - schneiden Sie ihn mit der Schere
einfach ab. Konservieren lassen sich die Blüten in Zucker Öl oder
Butter oder in dem man sie kandiert.
Blüten-Eiswürfeln verzieren Getränke und Cocktails. So steht auch in der
Winterzeit dem Rosengenuß nichts im Wege!
Sehr Vitamin-C -haltig sind die
Hagebutten,
die sich vielfach verarbeiten lassen! Wichtiger Hinweis: Die Pflanzen,
die Sie für die Küche verwenden, dürfen natürlich nicht mit
Pflanzenschutzmittel (Pestiziden) belastet sein! Kredenzen Sie
Rosenduft in interessanten Kompositionen: Rosengerichte
>>>>
Gesichte der Rose
Die Rose - vielleicht der Mythos unter den blühenden Pflanzen, ist für uns
Europäer eine Selbstverständlichkeit geworden. Allerdings in der Vase,
nicht an der Wand. Mit unserer "Wall of Rose" haben wir dieser so
einzigartigen Blume einen Platz in unserem Repertoire für Premiumwände
gewidmet.
Es war einmal ... 2350
v.Chr. - eine Aufzeichnung berichtet, dass der Sumererkönig Sargon
fremdartige Gewächse in sein Land brachte. Darunter Weinreben,
Feigenbäume und Rosen. Etwa 1000 Jahre später führte der Assyrerkönig
Tiglat-Pileser Rosen in seinem Land ein. Die Rose war bereits im
bronzezeitlichen Griechenland bekannt, selbst in Homers Odyssee wird
sie erwähnt. Ein erstes Handbuch für Rosen wurde um 300 v. Chr.
verfasst. Die alten Römer übernahmen dass Interesse an den Rosen von den
Griechen und so kam es, dass etwa 200 Jahre nach dem ersten Handbuch,
der wohl erste Rosenkatalog der Welt entstand: Der Römer Plinius der
Ältere veröffentlichte eine Liste mit 13 Rosen. Sein Neffe Plinius der
Jüngere legte einen Rosengarten an und die Römer entwickelten sogar
Techniken (wie z.B. ein Heizungssystem), um die Blühdauer zu verlängern.
Zu Zeiten der
Völkerwanderung verschwand die Rose anscheinend vorübergehend aus der
Geschichte, bis die Kreuzritter die Rosa Damascena aus Syrien nach
Europa brachten, die mit Ihrem Duft und dem aus den Blütenblättern
gewonnenen Öl ganz Europa verzauberte. Viele Mythen ranken sich fortan
um die Rose und sie tauchte im Wappen vielen Adelsfamilien auf. Aufsehen
erregte die um 1600 nach Europa gekommene Rosa Foetida, die Gelbe Rose
von Asien, die erstmals eine neue Farbe zu uns brachte. Mit dem
zunehmenden Eindringen asiatischer Rosen begann man ernsthaft Rosen zu
züchten und es entstanden unzählige neue Gattungen. Auffallend dabei
ist, dass die Verbreitung der Rose ausschließlich auf die nördliche
Erdhalbkugel beschränkt ist, südlich des Äquators gibt es sie leider
nicht.
Der kreative Koch und Jungunternehmer Frank Fröhmel vom Gasthof Roseneck
in Wallenfels setzt mit Beginn der Rosenblüte das zentrale Thema „Rosen“
jetzt auch in seiner Küche um. Nachdem das Thema Rosen schon in den
Bereichen Außenanlage, Innendekoration und im Wellnessbereich des Hotels
umgesetzt wird, vervollständigt nun Frank Fröhmel das Gesamtkonzept mit
dem Einzug der König der Blumen in die Küche.Frank Fröhmel und seine
Ehefrau sind beide ausgebildete Köche und haben neben anderen großen
Deutschlands unter anderem auch bei dem durch Funk und TV bekannten
Spitzenkoch Alexander Herrmann im „Hotel Post“ in Wirsberg gearbeitet
und Erfahrungen gesammelt. Das Ehepaar hat im letzten Jahr den leer
stehenden Hotel/Gasthof übernommen und das Konzept ganz unter das Thema
„Rose“ gestellt. Dass bei einem passionierten Koch wie Frank Fröhmel die
Rose auch Einzug in die Küche hält, ist nur konsequent. Nachdem
qualitativ hochwertige Lieferanten gefunden und viele Varianten
ausprobiert sind, stehen die „Rosengerichte“ fest. Diese reichen von
einem Rosenwein aus Franken über „Rinderfilet mit Rosendressing“ und
„Hähnchenbrust gefüllt mit Rosenblättern“, als Beilage Rosenkohl und
Rosennudeln bis zum verführerischen Dessert „Roseneis mit kandierten
Rosenblättern“. Die einzelnen Gerichte sind liebevoll und künstlerisch
dekoriert, ohne überspannt zu wirken, auch das Auge wird durch die
Darreichungsform verwöhnt. Sie merken schon beim ersten Bissen, dass der
Geschmack hält, was die Präsentation verspricht.
Wer nach diesem
verführerischen Menue Lust auf ein „Sonntagsfrühstück“ mit Rosen für zu
Hause bekommen hat, kann sich mit „hausgemachtem Rosengelee durchsetzt
mit Rosenblättern“ eindecken. Mit dieser kreativen Meisterleistung
erweitert der Gasthof Roseneck sein traditionelle fränkische Küche, so
dass auch experimentierfreudige Gourmets die Möglichkeit haben eine
kreative, aber dennoch bodenständige Küche genießen zu können. |